USA Roadtrip-Part 2

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So, nun sind wir wieder in Kanada angekommen und eine unglaubliche und unvergessliche Reise durch die USA liegt hinter uns. Gerne blicke ich zurück auf alles was wir erlebt haben, auf atemberaubende Landschaften, lebendverändernde Personen und Abenteuern ohne Ende.
Zwei Monate so voll gepackt, dass es mir schwer fällt mich an alle wunderbaren Momente zu erinnern.
Und wenn mich jemand fragt, was ich das nächste Mal anders machen würde, dann würde ich sagen: nichts!!! Denn ich bin überglücklich das alles so perfekt lief und würde es genauso wieder machen.
Ich glaube ich kann sagen dass diese zwei Monate die beste Zeit meines Lebens waren, zumindest bis jetzt!!
Doch steigt einfach mal ein und fahrt mit uns die kompletten 10300 Kilometer durch die USA….

Wir verbrachten unzählige Stunden in unserem Auto, hörten unsere Roadtrip Playlist hoch und runter und tankten Sprit für etwa 1000 Euro. Doch jeder einzelne Cent war es wert.

Doch lass uns erst einmal starten wo ich das letzte Mal aufgehört habe. In Las Vegas.
Alleine über die zwei Tage in Vegas könnte ich vermutlich einen ganzen Blog schreiben doch ich werde mein Bestes geben damit dieser Blog nicht viel zuuuuuu lange wird.
Geparkt und übernachtet haben wir direkt einem Casino nachdem wir fast in einem Parkhaus stecken geblieben sind, da unser Kajak zu hoch war. Zuerst erkundeten wir den Strip. Die Straßen waren knalle voll mit Menschen und fast alle waren super schick gekleidet, bis auf uns. Als es dann dunkel wurde ging es in die Casinos, die jedoch rund um die Uhr voll mit Menschen mit zu viel Geld waren. Da ich zufälligerweise ein paar Dollar, einen kompletten Geldbeutel und ein paar Spielechecks gefunden habe, dachten wir uns, wir müssen auch unser Glück versuchen. Wir hatten kein Glück und nachdem Flo etwa 50 Cent verspielt hatte, waren wir von bestimmt 5 Security Männern umzingelt, die unsere Ausweise sehen wollten. Wenige Minuten später wurden wir rausgeschmissen. Aber wir haben schon mal in Vegas gegambelt 😉
Spät nachts ging es dann nicht wie alle anderen ins Hotelzimmer, sondern ins Auto zum Schlafen.
Doch am nächsten Morgen haben wir uns etwas gegönnt. Sehr früh standen wir auf, um die volle Zeit auszunutzen. Ganze 6 Stunden lang haben wir gebrunched bis absolut nichts mehr ging. Das Buffet war unglaublich und es gab alles was man sich nur vorstellen kann.
Anschließend mussten wir uns erst einmal an unserem Parkplatzeigenen Pool ausruhen. Danach schauten wir uns noch kurz den alten Strip an, begutachteten das größte Goldnugget der Welt und dann ging es auch schon weiter zum nächsten Stopp.

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Am darauffolgenden Tag machten wir einen kurzen Stopp am viel zu touristischen Hoover Dam bevor wir zu einem richtig coolen Campground direkt am Lake Mead fuhren. Ach ja und es gab freilaufende Esel. Wir sicherten uns den besten Platz und zogen erst einmal mit unserem Kajak los. Vom Wasser aus konnten wir sogar den Hoover Dam sehen und im Dunkeln kamen wir dann wieder zurück.
Das nächste Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten und so entschieden wir uns eine zweitägige Kajak Tour zu machen.
Nachdem wir es trotz krassen Wellen unbeschadet auf unsere eigene Insel geschafft hatten erkundeten wir sie erst einmal und schlugen unser Zelt auf. Bevor es am nächsten Tag wieder zurück ging, kühlten wir uns mit ein paar Klippensprüngen ab. Wieder zurück am Auto packte ich mein Bike aus um ein paar coole Trails runter zu heizen.

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Den restlichen Tag und auch den Nächsten verbrachten wir im Auto mit dem Ziel: Grand Canyon.
Im Visitor Center erfuhren wir, dass man sich ein Jahr im Voraus für ein Visa bewerben muss um auf dem Colorado River mit dem Kajak durch den Grand Canyon fahren zu dürfen.
So wanderten wir erst einmal oben am Grad entlang und schauten uns am Abend den Sonnenuntergang an. Der Grand Canyon ist wirklich ein sehr krasses Naturwunder und auf jeden Fall sehenswert. Die Nacht verbrachten wir kurz vor dem Park, um am nächsten Morgen frisch durchzustarten. Wir haben uns eine große Wanderung vorgenommen. Steil ging es nach untern und da die „normale“, eigentlich schon schwierige Wanderung nicht genug war, entschlossen wir uns bis nach ganz unten zum Fluss zu wandern um dann einen andern Weg wieder hochzulaufen. Unten angekommen sprangen wir erst einmal in den Fluss, um uns abzukühlen. Ich glaube nicht viele können behaupten im Grand Canyon schwimmen gewesen zu sein.
Am Ende waren es dann etwa 35 km und unzählige Höhenmeter (eigentlich eine zwei Tages Wanderung).
Die Nacht verbrachten wir wieder auf demselben Campground, wo wir einige coole Leute kennengelernt haben und mit ihnen ums Lagerfeuer saßen.
Der nächste Tag ist mit gemischten Gefühlen verbunden. Er startete gut, doch später wollten wir noch ein paar Drohnen Videos vom Canyon machen. Wir standen am Abgrund und machten ein paar coole Videos für euch als es geschah. Ein Alarmsignal ertönte und die Drohne war nicht mehr zu kontrollieren. Sie befand sich ein paar hundert Meter ausgerechnet über dem Grand Canyon. Wir konnten und wollten es nicht wahr haben, dass sie wirklich abgestützt ist. Es war ein Fehler der Drohne, denn sie hatte noch genug Akku und das darf nicht passieren.
Doch schnell war uns klar wir müssen da runter und sie wieder holen!!! Mit den aufgezeichneten Flugdaten versuchten wir sie zu lokalisieren. Die ersten paar Kilometer konnten wir steil bergab auf einem Wanderweg hinunter wandern doch dann mussten wir ihn verlassen und bahnten uns den Weg durch die Wildnis. Durch tiefe Canyons, Geröllfelder und stacheliges Gestrüpp kämpften wir uns den sehr gefährlichen Weg bis zum vermuteten Absturzort. Wir waren zuversichtlich sie wieder zu finden doch meine größte Angst war am Ende ohne der Drohne in der Hand den langen Weg nach oben zu wandern. Wir suchten ein paar Stunden bis unser Zeitlimit abgelaufen war und die Sonne fast unterging. Doch wir hatten kein Glück. Und dann verletzte sich Flo auch noch, sodass ich dachte wir schaffen es niemals mehr nach oben und müssen vielleicht eine Nacht mitten im Nirgendwo, wo bestimmt noch kein Mensch zuvor war, übernachten. Bevor es komplett dunkel wurde schafften wir es jedoch noch zurück zum Auto. Es waren wieder über 30 km die wir an diesem Tag zurückgelegt haben.
Erschöpft und enttäuscht fuhren wir zu einem Campground und schauten uns noch einen Film an.

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Am nächsten Morgen mussten wir eine Entscheidung treffen, nochmal runter oder weiter fahren.
Wir entschieden uns weiter zu fahren, da es zu riskant war nochmal runter zu klettern. So fuhren wir noch am selben Tag bis zum Monument Valley, wo wir es jedoch nicht einsahen 20 Dollar zu zahlen um durchzufahren. Also fuhren wir wieder ein Stück zurück um zum Lake Powell zu kommen. Ein unglaublich schöner See mit unzähligen Canyons. So haben wir uns kurzer Hand nochmals eine zweitägige Kajaktour zu machen. Nach dem wir alles auf Kajak gepackt hatten ging es los. Zuerst zum Antelope Canyon, wo wir soweit es ging mit dem Kajak hinein fuhren um ihn dann zu Fuß zu erkunden. Es war wirklich unglaublich und genauso wie auf den Bildschirmhintergründen. Weiter, ging es vorbei an gigantischen Hausbooten, zu einem andern Canyon. Nachdem wir endlich einen Zeltplatz gefunden hatten sprangen wir noch ein paar Mal ins erfrischende Wasser. Lake Powell ist ein richtiges Klippenspringer Paradies. Am Abend saßen wir noch um unser gemütliches Lagerfeuer und dachten über unser Leben nach und was wir schon alles erlebt haben.
Aufgewacht sind wir am nächsten Morgen mit einem tollen Sonnenaufgang und so sprangen wir sozusagen direkt aus dem Zelt ins Wasser, ihr seht es selbst im Vlog Video.
Nach einer kleinen erkundungstour im Canyon machten wir uns wieder auf den Weg zurück, denn am Abend wollten wir uns noch den Sonnenuntergang am Horseshoe Bend anschauen. Es war ziemlich touristisch aber auch wunderschön, bis ein sehr starker Sturm aufzog, der uns den Sand ins Gesicht gepeitscht hat.

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Am Abend war es dann soweit. Nach drei Tagen ohne Drohne hielten wir es nicht mehr aus und bestellten uns kurzerhand eine Neu, viel besser als die alte.
Guten Gewissens fuhren wir weiter durch eine beeindruckende Landschaft zum Zion National Park.
Da es aber schon spät war, machten wir uns gleich auf die Suche nach unserem Campground. Trotz unzähligen Schildern: Camping verboten wagten wir uns eine sehr steile und fast unbefahrbare Straße hinauf. Oben angekommen aßen wir erst einmal und verbrachten die Zeit bis zum Sonnenuntergang mit einem Steinschleuder Tournier, wo eine Packung Eis auf dem Spiel stand. (PS: Ich habe gewonnen und Flo schuldet mir immer noch das Eis)
Plötzlich lief ein Mann vorbei mit dem wir schnell ins Gespräch kamen. Er campte mit ungefähr zwanzig anderen Leuten ein Stück weiter und versicherte uns, dass es ok ist hier zu campen.
Er lud uns ein, mit zum Lagerfeuer zu kommen. Zuerst waren wir nur zu fünft doch etwas später kamen dann noch all die andern dazu. Sie spendierten uns Bier und ein leckeres Essen.
Wir erzählten von unserer Reise, zeigten ihnen unsere Videos von denen sie sehr begeistert waren, spielten Spiele am Lagerfeuer und hatten echt viel Spaß.
Es war ein richtig geiler Abend uns so verabredeten wir uns am nächsten Tag zusammen den Angels Landing Trail zu wandern.
Am Morgen schenkten unsere neugewonnenen Freunde uns erst einmal ein richtig gutes Frühstück bevor wir zusammen zum Trail fuhren.
Es war eine sehr coole Wanderung, doch seht einfach selbst….
Anschließend mussten wir uns jedoch leider wieder verabschieden. Das fiel schwerer als gedacht denn wir verstanden uns super mit all den Leuten und es fühlte sich an als kannten wir sie schon ewig.

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Am Abend fanden wir noch einen geilen Campground für die Nacht bevor wir am nächsten Tag weiter zogen. Nach einem kurzen Stopp bei pinken Sanddünen wollten wir bei einem Post Office unsere neue Drohne abholen, doch es hatte leider geschlossen und so gönnten wir uns mal einen Restaurantbesuch. Um am nächsten Tag endlich das Paket abzuholen suchten wir uns einen Schlafplatz nicht weit entfernt. Zuerst sammelten wir mehr als genug Feuerholz zusammen, denn es war extrem kalt. Dann zog ich noch los mit dem Bike um die Gegend zu erkunden und ein paar Bilder zu schießen.

Heute war der große Tag, wir konnten es kaum abwarten bis das Post Office öffnete. Doch schließlich hatten wir sie in der Hand unsere DJI Phantom 4. Wir konnten leider nicht gleich losfliegen, da man sie erst anmelden muss und dazu brauchten wir Internet.
Und so fuhren wir weiter zum Bryce Canyon, dem Nationalpark wo wir vermutlich am wenigsten Zeit verbrachten.
Es war sehr beeindruckend und wir machten eine Wanderung zwischen den sogenannten Hodoos. Doch das reichte uns dann auch schon.
Nach dem ersten Drohnen Testflug hatten wir noch einen chilligen Abend am gemütlichen Lagerfeuer (es war extrem groß, hahaha)

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Am nächsten Tag fuhren wir auf einer über 40 Kilometer langen „Schotterstraße“ zu zwei richtig geilen Slotcanyons. Doch wir brauchten eine Ewigkeit, denn man konnte nicht wirklich schnell fahren.
Ich hatte die Schnauze voll von der beschissenen Straße und so sprang ich einfach raus und Rudi fuhr alleine weiter (siehe Video). Kurz vor dem Sonnenuntergang kamen wir dann endlich an. Doch wir mussten noch am selben Tag wieder zurück, da ich am nächsten Tag ein Skype Bewerbungsgespräch hatte.
Es war ein echtes Abenteuer durch die Canyons zu klettern, die zum Teil nur 20 cm breit waren. Erst recht als es dunkel wurde. Mit Hilfe der Taschenlampe schafften wir es wieder zurück zum Auto und mussten wieder den ewig langen Weg zurück fahren.
Früh morgens stand dann also mein Bewerbungsgespräch für ein Duales Studium an. Die Internetverbindung war jedoch so schlecht, dass es gefühlt 20 mal abgebrochen ist. Mein Gegenüber war jedoch begeistert von mir und ich bin mir sicher ich hätte den Platz bekommen wenn ich nicht….. Dazu später mehr
Naja auf jeden Fall fuhren wir dann weiter über einen über 3000 Meter hohen Berg wo wir mal wieder Schnee sahen. Auf dem Weg nach unten machten wir einen kurzen Stopp und spielten ein bisschen mit dem Feuer, was etwas eskalierte. Hahahaha

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Wir entdeckten einen guten Platzt zum Schlafen und entschieden uns dort zu bleiben, obwohl es noch ziemlich früh war. Ich erkundete etwas die Gegend und kletterte auf einen Berg. Als ich zurück war kam ein Mann zu mir, der mich rumrennen gesehen hat. Er fragte nach einer Mitfahrgelegenheit für den nächsten Morgen. Obwohl es nicht auf unserem Weg lag und wir zurückfahren mussten sagten wir ihm zu. Eine goldrichtige Entscheidung!
Wie ausgemacht kamen der Mann, mit dem Namen David und Blue, seine Reisebegleitung aus Deutschland, am nächsten Morgen zu uns. Zwei wirklich unglaubliche und beindruckende Menschen.
Wir fuhren sie also in die nächste Stadt und sie haben uns daraufhin zu einem Kaffee eingeladen. Nach mehreren Stunden in denen wir über ihre Reise, das Leben und alles Mögliche gesprochen haben, motivierten sie mich und ich bin zu einer Entscheidung gekommen.
Die Gesellschaft und die Kultur sagen einem nach der Schule musst du studieren und arbeiten, mit dem Ziel viel Geld zu verdienen. Doch wie viele Menschen werden auf diesem Weg glücklich und sind happy mit ihrem Leben?
Bei dem Skype Bewerbungsgespräch habe ich gemerkt dass es nicht 100% das ist was ich will und das was mich glücklich machen würde. Und ich will jetzt nicht einfach studieren weil das alle so machen.
Blue ist 27, hat 5 Jahre studiert (Bachelor+Master), hat ein eigenes sehr erfolgreiches Business, ein eigenes Haus mit Land und hat alle Ziele erreicht. Sie sagte jedoch, auf ihren vielen Reisen hat sie viel mehr gelernt als in den 5 Jahren Studium. Ein anderer, den wir vor vielleicht einer Woche kennengelernt haben (ca.40) arbeitet, arbeitet und arbeitet und hat nur eine Woche im Jahr Urlaub. Ist das Leben? Von dieser einen Woche hat er zwei Tage mit uns verbracht und wir haben dazu beigetragen dass er einen geilen Urlaub hatte. Er war so begeistert und fasziniert von uns, dass er nun sein Leben ändern möchte. Das war sehr beeindruckend.
Es war eine schwere Entscheidung doch ich habe sie getroffen: Ich werde dieses Jahr noch nicht anfangen zu studieren. Nach diesem Abenteuer hier werde ich ins Nächste starten und mit dem Fahrrad einmal um die Welt fahren!:) Wenn ich nur auf mich höre und nicht nach anderen gehe, dann ist es das, was ich machen will und was mich glücklich macht. Und ich will es später nicht bereuen nicht getan zu haben. Ich will ein Leben leben, auf das ich später stolz sein kann.

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Der nächste Stopp war der Capitol Reef National Park. Zuerst wanderten wir zu einem Arch und später durch einen ausgetrockneten Fluss durch einen gigantischen Canyon. Dort filmten wir ein wenig mit unserer Drohne. Doch einige Sekunden nachdem sie wieder gelandet ist kam eine andere und stürzte vor unseren Augen ab. Wir sahen wo sie gelandet ist und so halfen wir bei der Rettungsaktion und kletterten auf einen Felsen um sie wieder zu holen.
Wir fuhren weiter durch eine sehr faszinierende Landschaft. Ich konnte nicht wiederstehen mit dem Bike loszuziehen und Flo begleitete mich mit der Drohne. Es war richtig geil und hat extrem viel Spaß gemacht. Die Aufnahmen lassen sich auf jeden Fall sehen.
Den restlichen Tag verbrachten wir im Auto um ein paar Kilometer zu machen. Wir waren schon sehr lange nicht mehr einkaufen und hatten kaum mehr etwas zu essen. Darum waren wir sehr froh mal wieder einen kleinen Supermarkt gefunden zu haben und deckten uns wieder gut ein.
Geschlafen haben wir diese Nacht direkt neben einem Geysir, der leider nicht ausgebrochen ist.

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Mit dem letzten Tropfen Sprit kamen wir am nächsten Tag im Outdoorabenteuer Paradis schlechthin an: Moab. Überall waren schicke Mountainbikes und krasse Geländebuggys unterwegs. So musste ich auch erst mal los zum Biken.
Am nächsten Morgen hat sich Flo mal ein Bike ausgeliehen und wir sind gemeinsam den bekannten Slickrock Trail gefahren. Wir hatten viel Spaß, obwohl es zu Beginn geschneit hat. Bevor wir dann zum Arches NP gefahren sind, schauten wir uns noch eine Auto Show in Moab an. Es war sehr interessant so viele US Klassiker auf einem Haufen zu sehen.
Am Eingang des Parkes wartete eine lange Auto Schlange auf uns, nachdem wir dann endlich hinein konnten machten wir erst einmal eine Wanderung, bei der wir sehr viele Arches (Gesteinsbrücken) sahen. Danach folgte eine weitere Wanderung zur weltbekannten Delicate Arch. Dort waren sehr viele Menschen, die versuchten ein Bild ohne anderen Personen darauf zu machen.

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Nach einem unglaublichen Sonnenuntergang im Arches National Park machten wir uns auf die Suche nach „unserem“ Schlafplatz. Im Dunkeln fuhren wir einen extrem krassen Weg bergauf. Selbst mit einem Allrad Pickup wäre es nicht einfach gewesen. Wir wollten schon wieder umdrehen als wir zwei Leute entdeckten. Wir fragten sie nach dem Campground und sie meinten, dass es nicht mehr weit ist. Doch wenn es nicht mehr geht, sollen wir zurückkommen und können neben ihnen schlafen. Nach vielleicht fünf Metern ging es nicht mehr weiter uns so drehten wir um und parkten neben ihnen. Am Anfang dachten wir, dass sie sich nicht über uns freuen und lieber alleine gewesen wären. Aber wir verstanden uns sofort super und so saßen wir beim Lagerfeuer zusammen. Als es später und später wurde zogen wir in ihren Camper und redeten, lachten, spielten Spiele (Opas Rätsel) und hatten einen richtig guten Abend.
Am nächsten Morgen aßen wir gemeinsam Frühstück und spielten etwas Golf. Wir verstanden uns so gut mit Josh und Morgan, dass sie uns angeboten haben zu ihnen zu kommen. Außerdem benannten sie den Campround nach uns. Gegen Mittag zogen wir weiter zum Canyonlands National Park, wo wir noch am selben Tag mit einer zwei Tages Wanderung starteten. Wir fanden einen Schlafplatz direkt über einem großen Canyon. Die Landschaft war echt atemraubend. Nach einem langen Weg zurück zum Auto fuhren wir weiter neben dem Colorado River bis nach Grand Junction. Auf dem Weg entdeckten wir ein Geisterdorf, wo wir auf alles Mögliche geklettert sind. Die Landschaft hat sich rapide geändert und wie verließen die „Wüste“.

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Nach einer Nacht auf dem Walmart Parklplatz und ein paar Stunden in einer Uni fuhren wir zu Josh und Moragn. Sie hießen uns herzlich Willkommen und Josh, der sich gut mit Autos auskennt machte uns einen Ölwechsel und kontrollierte unser komplettes Auto. Er war begeistert von Rudi. Anschließend fuhren wir mit seinem 66er Thunderbird zum Essen. Chickenwings all you can eat Wir hatten so viel Spaß zusammen und waren so gut miteinander, dass Josh ein Familienbild mit uns machen wollte. Josh ist einfach legendär und noch heute reden wir immer wieder über ihn.
Bei ihnen zuhause schauten wir uns noch zusammen unsere Videos an. Sie waren sehr begeistert von ihnen. Schlafen durften wir bei ihnen auf der Couch. Es fiel uns schwer Abschied zu nehmen, doch wir mussten weiter.

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Die folgenden zwei Tage verbrachten wir eigentlich ununterbrochen im Auto. Wir fuhren, fuhren und fuhren, um Freunde im Yellowstone Park zu treffen. Am ersten Tag fuhren wir etwa 2 Stunden auf einer Schotterstraße mitten durchs Nirgendwo, um dann festzustellen dass kurz vor dem Ziel ein Steinrutsch war und wir wieder zurück mussten. am zweiten Tag fuhren wir bis Nachts um 1:30 Uhr. Doch unsere Freunde waren nicht auf dem Campground wo wir sie vermutet hatten. Dort lag noch Schnee und wir fanden nur ein paar Bärenspuren. So fuhren wir noch ein Stück weiter und was für ein Zufall, wir entdeckten ihr Auto am Straßenrand. Lange überlegten wir uns wie wir sie überraschen könnten. So standen wir am nächsten morgen früh auf und kochten Pancakes. Mit deutschen Schlagern weckten wir sie auf und die Freude über unser Wiedersehen war groß.
Gemeinsam fuhren wir in den Park und erkundenden die unglaubliche Natur. Wir hatten eine richtig gute Zeit zusammen, bis….. Bis wir zu einer kleinen Wanderung starten wollten und plötzlich zwei Ranger Autos hinter uns anhielten und wir wie Schwerverbrecher behandelt wurden. Zuerst wusste ich gar nicht was los war, doch es war wegen der Drohne. Jemand hat die Ranger angerufen, weil wir mit der Drohne geflogen sind. Sie konfiszierten die SD Karte mit den Videos und wir mussten eine Strafe von 530$ bezahlen.
Am nächsten Tag schauten wir uns noch einige Geysire an uns sahen jede Menge Bisons und andere Tiere. Ich glaube Yellowstone ist einer meiner Lieblingsparks hier in den Staaten.

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Abends konnten wir unseren Augen kaum glauben als plötzlich der berühmte Sandro Blessinger auf einem Parkplatz neben uns auftaucht. Er ist ein echter Star und vermutlich jeder Deutsche hier in Kanada/USA hat schon einmal von ihm gehört. Wir haben ihn am Flughafen in Vancouver kennengelernt.
Unsere USA Reise ging nun ganz schnell dem Ende entgegen. Es stand nur noch ein Park auf unserer Liste. Nach ein paar Stunden Fahrt waren wir wieder in den Rockies, im Glacier National Park. Eine wunderschöne und komplett unterschiedliche Landschaft als die letzten zwei Monate. Die letzte Nacht in den Staaten verbrachten wir an einem genialen Platz direkt neben einem Fluss. Dort lernten wir noch zwei Franzosen kennen.
Der letzte Tag brachte noch ein cooles Erlebnis mit sich. Wir standen früh auf um auf Bärensuche zu gehen. Doch zunächst sahen wir „nur“ ein riesigen Moos. Auf dem Rückweg jedoch sehen wir tatsächlich einen majestätischen Grizzlybär. Zusammen mit Wildtier Fotografen, die dazukamen, verfolgten wir ihn aus sicherer Entfernung für etwa 2 Stunden.

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Das war ein würdiges Ende unserer USA Reise!!!
Ich werde diese unglaublichen zwei Monate, die mich geprägt haben, niemals vergessen. Und ich kann es nicht oft genug sagen wie dankbar ich für diese Zeit bin.
Nach ein paar Problemen an der Grenze waren wir dann wieder in Kanada.
Wie es dort weiter ging erfahrt ihr das nächste Mal…..

Hier noch die Statistik unserer USA Reise:
10300 km
1000 $ Sprit
10 Staaten
15 National Parks
58 Nächte
2 Drohnen
530$ Strafe
13 Nächte auf Walmart Parkplätzen
Eine Nacht für Campground bezahlt 10 $
32 mal getankt
8 Kajak Touren
3 warme Duschen
Ca. 700 Kilometer gewandert

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Und hier das nächste Vlog Video:

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