Rockys Roadtrip – grandiose Landschaft und tolle Menschen

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Nun bin ich endlich mal wieder dazu gekommen. Ich melde ich mich genau vom selben Ort wie letztes mal – Kamloops der Ausgangspunkt meines Roadtrips durch die Rockys.

Genau wie letztes mal liegt eine wunderschöne Zeit mit tollen Menschen, neuen Freunden und einzigartigen Erfahrungen hinter mir.
Und genau wie letztes mal musste ich gerade auch wieder Abschied nehmen.

Doch fangen wir erst einmal von vorne an.

Wie damals vorgenommen, ging es am 22.10 früh morgens mit dem Bike los auf einen Berg um den Sonnenaufgang zu erleben.
Die Sicht über Kamloops war großartig und ich konnte einen wunderbaren Sonnenaufgang erleben. Anschließend ging es mit vollspeed über geniale Trails bergab.

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Am nächsten Tag stand ein Besuch in der bekannten Kamloops Bike Ranche an.
Ein echter Mountainbike Traum!!:) Staubige, steile Trails die sich durch die atemberaubende, fast wüstenartige Landschaft schlängeln.

Was für ein genialer Tag. Trotz zwei Stürzen, bei denen ich mich zum Glück nicht verletzt habe, hat es sooooo viele Spaß gemacht.
Es hat sich definitiv gelohnt mein Bike hier her mitzunehmen und ich werde sicherlich nochmal dort hin gehen.

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In den darauffolgenden Tagen ging es weiter Richtung Rockys. Nach einer Nacht in Salmon Arms und Revelstoke war ich dann endlich mitten in den großartigen, wundervollen, supergeilen Rockys.
Das kann man gar nicht beschreiben wie wunderschön es dort ist, das muss man mal mit den eigenen Augen gesehen haben.

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Am 25. bin ich durch den Revelstoke National Park in den Glacier National Park gefahren um wandern zu gehen.
Doch das Wetter war die komplette Fahrt miserabel und nach etwa 2 Stunden im Auto warten hielt ich es einfach nicht mehr aus und bin dann einfach los. Das war definitiv die richtige Entscheidung.
Da mich die Bärenwarnung für den Trail etwas beunruhigt hat und ich 5 Stunden lang niemandem begegnet bin, habe ich auf dem Weg nach oben auf den Berg immer wieder Lärm gemacht und mit mir selbst geredet.
Unten lag noch kein Schnee doch mit jedem Höhenmeter wurde es mehr bis ich am Ende wirklich bei jedem Schritt bis zur Hüfte im Schnee versunken bin.
Die Spuren von anderen Wanderern haben schon viel früher aufgehört und so musste ich den Weg erahnen, bis ich dann einfach gerade aus nach oben gestapft bin.
Die Aussicht war grandios und es war ein unglaubliches Winter Wonderland.

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Am selben Nachmittag fuhr ich dann noch zu einem sehr schönen und abgelegenen Campground, wo ich mir erst mal was zu Essen und ein Feuer gemacht habe.
Aber was ist denn da los? – Es wird erst eine Stunde später dunkel als gedacht. Erst ein paar Tage später wurde mir klar, dass ich schon in einer andern Zeitzone bin. (Kanada hat übrigens 6 Zeitzonen)

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Über die Stadt Golden wollte ich eigentlich weiter nach Banff fahren. Der Highway war jedoch auf Grund eines Erdrutsches gesperrt und so musste ich zuerst nach Radium Hotsptings.

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Die Fahrt nach Banff durch den Kootenay National Park und schließlich den Banff National Park war so schön, dass ich immer wieder anhalten musste um die Natur zu genießen.

In der kleinen wunderschönen Stadt Banff angekommen habe ich mir erst einmal die Stadt angeschaut und mich mit Marius (er hat mit mir in Deutschland gearbeitet) verabredet.
Es war schön ein bekanntes Gesicht zu sehen. Zusammen haben wir die Gegend erkundet und über die schönen alten Zeiten beim Arbeiten geredet (ähm nicht).
Als es immer später wurde, musste ich mich auf die Suche nach einem guten Versteck/Parkplatz machen. Denn in Banff ist es überall verboten im Auto zu schlafen.
Nach langer Zeit bin ich fündig geworden und konnte die Nacht in aller Ruhe verbringen.
Am nächsten morgen fuhr ich auf einen anderen Parkplatz um zu frühstücken, als plötzlich ein Polizeiauto neben mir hält und der Officer an meiner Scheibe klopft.
Da ich aber erst seit wenigen Minuten dort stand konnte er mir nichts anhaben:)

Es war mir aber zu gefährlich nochmal eine Nacht im Auto zu verbringen und außerdem wollte ich mal wieder neue Leute kennenlernen, was im Hostel eben am besten klappt.
So entschloss ich mich für 5 Nächte im Hostel zu bleiben.
Eigentlich heißt es International Hostel Banff, aber man könnte es genau so auch Deutsches Hostel nennen. Denn es waren sehr viele Deutsche dort.
Nach langem endlich mal wieder eine warme Dusche, was für ein Luxus. Schnell kam ich mit andern Leuten ins Gespräch und am ersten Abend fand gleich einmal eine Karaoke Party statt.

Da dieser Blogeintrag sonst viel zu lange wird, muss ich die nächsten Tage möglichst kurz fassen.

Die Lage von Banff ist wunderschön und das coole ist, man läuft keine 5 Mitunten und ist komplett in der Wildnis. Außerdem ist es ganz normal, dass mitten in der Stadt Rehe und Hirsche rumlaufen:)

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In diesen 5 Tagen war ich also viel wandern, biken aber habe auch einfach mal im Hostell gechillt und viele neue Leute kennengelernt (sogar auch welche, die nicht aus Deutschland kommen;) )
Außerdem habe ich wieder alte bekannte getroffen. Lukas und Rick aus Kelowna kamen spontan vorbei und wir haben zusammen gekocht, gegessen und haben uns an Halloween das Feuerwerk angeschaut, bei dem es kostenlos Hotdogs und heiße Schokolade gab. Das durften wir uns auf gar keinen Fall entgehen lasse.

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Am 2.11 ging es dann über den atemberaubenden Icefield Parkway nach Jasper. ES ist eigentlich eine Fahrt von ca. 3 Stunden, doch ich habe den ganzen Tag gebraucht. Denn diese Straße ist vermutlich einer der schönsten und wenn nicht sogar die schönste Straße der Welt.
Nach unzähligen Fotopausen und kleinen Wanderungen wie zum Beispiel zum Lake Louis oder Peyto Lake kam ich mit den letzten Sonnenstrahlen in Jasaper an.
Ich war froh, dass ich es unbeschadet in die Stadt geschafft habe, denn die Straße war zum Teil noch voller Schnee und Eis und die Tiere laufen manchmal einfach ungestört über die Straße.

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Da es auch hier verboten ist im Auto zu schlafen habe ich mich schnell entschieden wieder in ein Hostel zu gehen. Diese Entscheidung war Gold richtig.
Denn beim Abendessen kam ich mit einer Schweizerinn namens Corinne ins Gespräch. Sie war derzeit mit Silja, einer andern Deutschen, unterwegs.

Wir haben uns sofort super verstanden und so nahm ich das Angebot am nächsten Tag mit ihnen wandern zu gehen gerne an.
Nach dem Frühstück schloss sich Sandra auch noch bei uns mit an. Ich habe sie bereits im Hostel in Banff kennengelernt.
Zu viert ging es also los zu einem See um zu wandern. Alle Seen und Flüsse in den Rockys haben eine so wunderschöne Farbe, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen und man kann es auch nicht auf einem Foto festhalten.

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Die Wanderung war sehr schön und wir haben uns alles super verstanden.

Am Abend durften auch sie sich an den Rätseln von Opa Emil versuchen – was für ein Spaß, es ist immer sehr witzig zu sehen wie verzweifelt die Leute versuchen auf die Lösung zu kommen.

Da ich unbedingt einen Bär sehen wollte ging es am nächsten morgen mit Kamera und Bärenspray bewaffnet erneut los zur Bärenjagdt. Die anderen waren zum Teil nicht so begeistert von der Vorstellung einem Bär zu begegnen 😉
Zuerst versuchten wir unser Glück am Maligne Canyon und anschließend am Maligne Lake. Leider kein Erfolg:/ Dafür bot sich uns eine atemberaubender Canyon und eine sagenhafte Sicht über den Maligne Lake.

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Danach haben wir uns dann noch die Stadt Jasper angeschaut, wo wir endlich fündig wurden.Jedoch waren es nur Bären aus Holz in einem der unzähligen Souvenir Shops.

Die Nacht sollte klar werden und so entschlossen wir uns lange wach zu bleiben um die Nordlichter zu sehen. Doch leider waren sie in dieser Nacht nicht sichtbar und wir konnten „nur“ einen unglaublichen Sternenhimmel begutachten, wie man ihn in Deutschland wahrscheinlich nie sieht.
Das Warten hat sich also trotzdem gelohnt.

Am nächsten Morgen mussten wir auschecken, doch wir haben uns schon früher entschlossen weiter gemeinsam zu reisen.
Wir fuhren zusammen zum Mount Robsen (höchster Berg in den kanadischen Rockys) um erneut eine Wanderung zu machen.
Trotz schlechtem Wetter sind wir gestartet zu einem See am Fuße des Berges.

Am selben Nachmittag ging es fast immer gerade aus nach Clearwater und somit haben wir die Rockys wieder hinter uns gelassen. Das Gute ist, dass ich zusammen mit Flo ganz sicher nochmal die Rockys sehen kann.

Sandra, Silja und Corinne haben in einem „Hostel“ geschlafen und ich habe die Nacht endlich mal wieder in meinem gemütlichen Schlafsack im Auto verbracht.

Von Clearwater aus war es nicht mehr weit in den Wells Gray Provincial Park wo wir uns atemberaubende Wasserfälle angeschaut haben. Der höchste ist mit 141 Metern der Helmcken Fall.

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Zusammen mit Corinne bin ich dann noch zu einem anderen, etwas weiter entfernten Wasserfall gewandert. Die anderen zwei sind schon weiter nach Kamloops gefahren.

Diese Wanderung hat sich definitiv gelohnt. Am Ende des Wanderweges tauchte ein sehr schöner Wasserfall vor uns auf. Und das beste daran war: walk behind the waterfall. Wir konnten also hinter den Wasserfall laufen.
Da wir alle an diesem Abend noch bei einem Kanadier namens Jim zum Essen eingeladen wurden und die letzte Dusche schon ein paar Tage her war, entschloss ich mich kurzer Hand hier eine Dusche unter dem Wasserfall zu nehmen.
Was für eine Erfahrung, die Kraft des Wassers ist unglaublich. Das wollte ich immer schon einmal machen.

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Danach fuhren auch wir nach Kamloops und freuten uns schon sehr auf ein leckeres Essen.
Doch nach einem ganz kurzem Stopp vor dem Airbnb von Sandra und Corinne springt unser guter alter Rudi nicht mehr an:/

Jedoch ging es jetzt erst einmal zu Jim, einem super netter und lustiger Kanadier, der einige Jahre in Japan gelebt hat.
Und da noch eine Japanische Freundin zu Besuch war, gab es ein richtiges Japanisches Essen mit Sushi und allem was dazu gehört.

Da Rudi keinen Mux mehr von sich gab musste ich die Nacht nach einem super schönen Abend am Straßenrand verbringen.

Am nächsten Morgen hat mir Silja Starthilfe gegeben und siehe da, er springt an 🙂 Doch nach ein paar Metern Fahrt bin ich einfach stehen geblieben und es hat sich nichts mehr getan.
Anschließend habe ich von einem vorbeifahrenden Auto nochmals Starthilfe bekommen. Um die Batterie mal prüfen zu lassen bin ich dann zusammen mit Corinne zu einer Werkstatt gefahren.
Rudi lief wieder einwandfrei und er ist wieder ganz normal angesprungen. Wir sollten in einer halben Stunde noch einmal vorbeikommen und so entschlossen wir uns noch woanders hin zu fahren um etwas zu erledigen.
Doch er springt wieder nicht mehr an. Ohne zu fragen kamen dann zwei coole Kanadier vorbei und wir haben es nochmal mit Starthilfe versucht. Jedoch hat sich gar nichts mehr getan und da die beiden sich auskannten, meinten sie ich brauche eine neue Batterie.
Da sie nichts zu tun hatten, waren sie so freundlich und sind mit mir zum Canadia Tire gefahren um eine neue Batterie zu kaufen. Diese habe ich anschließen eingebaut und seit her läuft unser Auto zum Glück wieder einwandfrei:)

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Anschließend haben Corinne und ich uns noch die Stadt angeschaut und am Abend haben wir uns wieder zu viert zum Essen verabredet. Für mich gab es das typisch kanadisches Gericht Putin. Das sind Pommes mit Käse und Bratensoße:)

Da das Wetter am darauffolgenden Tag so wunderschön war und es hatte bestimmt 20 Grad, darum sind wir (Sandra, Corinne und ich) zu einem See gefahren und auf einen Berg zu wandern. Silja musste sich um ihr Auto kümmern, welches auch Probleme machte.

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Doch da Corinne und ich noch nicht genug hatten und Sandra weiter nach Kelowna gefahren ist, sind wir zusammen noch auf einen andern Berg gewandert und haben einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen.

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Abends haben wir zusammen gekocht, gegessen und die Wahlen in den USA verfolgt.
Wir konnten es nicht fassen als das Ergebnis fest stand. Hier in Kanada war es das Thema Nummer eins. Auch weil die Kanadische Einwanderungsseite abgestürzt ist, da viele nun raus aus den USA wollen.
Kleine Scherzfrage: Was grenzt an Dummheit? – Kanada und Mexiko 😉

So, nun seid ihr fast wieder in der Gegenwart angekommen. Heute musste ich mich leider von Corinne verabschieden, denn unsere Wege trennen sich. Auch Silja verlässt Kamloops in den nächsten Tagen, denn sie fliegt wieder zurück nach Deutschland.
Abschied nehmen ist immer schwer, vor allem von Menschen die einem ans Herz gewachsen sind und mit denen man so viele tolle Dinge erlebt hat.

Genau wie letztes mal sitze ich nun also wieder hier auf dem Walmart Parkplatz und schreibe diesen Beitrag.

Doch bevor ich mich verabschiede möchte ich noch einmal Danke sagen, danke für die vielen tollen Wanderungen, danke für das viele Zeug dass du (Silja) mir geschenkt hast und danke für eine wunderschöne Zeit mit euch!!!!
Ich wünsche euch alles alles Gute und noch viel Spaß in Kanda/Neuseeland/Deutschland oder wo es auch immer hingeht 🙂 Wir bleiben in Kontakt und vielleicht sieht man sich ja mal wieder.

Dieser Beitrag ist jetzt doch länger geworden als gedacht. Doch ich hoffe ihr habt bis hier her durchgehalten.

Jetzt sind es nur noch wenige Nächte, in denen ich das ganze Bett für mich habe, bis Florian wieder von Hawaii zurückkommt;)
Ich glaube es war für uns beide gut mal für eine weile „alleine“ zu reisen, denn wir haben beide viele neu Erfahrungen gesammelt und tolle Menschen kennengelernt.

Dennoch freue ich mich auch wieder zusammen mit Flo das Land unsicher zu machen…

Also bis dann:)
Cheers Ferry

4 thoughts on “Rockys Roadtrip – grandiose Landschaft und tolle Menschen

  • Lukas

    Klasse Kerle ihr zwei, ich freu mich schon euch nochmal zu sehen! Und Ferry, wenns free food gibt sind wir doch immer dabei 😉

    Antworten
  • Florian Wenk

    Richtig nicer blogeintrag mal wieder!. Ich freu mich grad so auf Schnee nach den ganzen Bildern.. ich schwitz mir hier so ein ab 😀

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  • Traudel

    Hi Ferry das freut mich so dass du so viel Schönes erleben kannst, tolles Land(. Ich möcht auch mal hin) und so nette Menschen( das ging mir damals auch so dass die Begegnungen eins vom Schönsten und wertvollstem war( ich sag dir: manche bleiben Romy Leben lang und das ist wunderbar!!!)Habs gut und pass auf dich auf! Deine Oldie Tante Traudel

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