Adrenalin – Klippenspringen, gefährliche Hikes und 3 Meter Wellen…

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Ihr fragt euch sicher was ich die letzten paar Tage gemacht habe? Wenn nicht, ist mir auch recht. Aber da lief so einiges, sodass sich der Blogeintrag aufjedenfall lohnt. Nicht, dass noch jemand denkt ich sei im Jungle verschollen oder beim Cliffjumping verunglückt.
Das Hostel,indem ich die nächste Nacht verbringe ist wie eine Wellnessoase für mich mit fließendem Wasser, Herd und normaler Dusche. Nach den Strapazen der letzten Woche bin ich sehr dankbar dafür.
Abends lerne ich einen 55 Jährigen aus Colorado kennen, der beschlossen hat 2 Jahre durch die ganze Welt zu reisen, um in Einrichtungen zu helfen , in denen versucht wird behinderten Menschen die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Also reisen für einen guten Zweck quasi. Gefällt mir! (Eines was mir von ihm hängen geblieben ist: „Die Zuhause denken immer reisen sei teuer, dabei war mein Leben zuhause teurer als hier und dazu wird es nie langweilig.“ -wenn das ein Reisender in Hawaii sagen kann, und diese Inseln sind wirklich schweineteuer, kann niemand mehr Geld als Ausrede, nicht reisen zu können, bringen. Es gibt sehr gute Möglichkeiten wie z.B Coachsourfing und allerlei anderes, um billig zu leben.
Frisch erholt bringe ich energiegeladen mein Moped zurück, wo ich mich danach mit Jens treffe. Einem 24 jährigen verrückten Sportbegeisterten werdenden Lehrer. Genauso verrückt wie ich. Ferry und ich haben ihn auf dem West-coast-trail kennengelernt. Da er den gleichen Plan hatte, nach Hawaii zu kommen, hat das sehr gut gepasst. Wir verstehen und auf Anhieb prima. Außerdem hat er ein Mietauto was die Weiterreise deutlich erleichtert. So fing also ein weiteres kleines Abenteuer an.

Zusammen erkunden wir einen ziemlich guten Platz, von dem aus man sich ca. 10 Meter in die Tiefe, stürzen kann.

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Da Jens die paar Tage davor bei einem Couchsurfer war, der ihm viele guten Plätze gezeigt hat, kennt er gute Spots zum cliffjumpen, hiken und auch andere Plätze an denen man seinen Adrenalinpegel nach oben verschiebt, was mir sehr gelegen kommt. Danach fahren wir auf die Nordseite, springen von einem anderen Felsen in der Waimea Bay ins Wasser und wandern auf den Croaching Lion. Das ist der Trail, der mir ein paar Tage davor an einer bestimmten Stelle zu gefährlich wurde. Jens aber, findet den Trail so genial, dass wir nach Überwinden meiner Höhenangst   viel weiter laufen als diese Stelle und den Weg mit den Kletterpartien ein bisschen unterschätzen. (Ja ich hab Höhenangst und mache so eine Scheiße. Mein Motto: Push your limits! Und man gewöhnt sich auch an die Höhe)

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So müssen wir im Dunkeln zurück laufen, wodurch meine Angst komplett weg ist, obwohl es tausendmal gefährlicher ist. Versteht einer mal dieses Brain?! So endet der Abend unter einem provisorisch aufgebauten Regenschutz in einer Parkbucht in einem Ameisenhaufen. Das mit dem Ameisenhaufen merke ich leider erst am nächsten Morgen. Naja, der Schlaf war trotzdem ziemlich erholsam nach der vielen Bewegung vom Vortag.

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So gehts gleich weiter zur Sharks Cove, an der wir eigentlich Schnorcheln wollten, uns stattdessen aber von den 2-3 Meter hohen Wellen wortwörtlich zerstören lassen. Trotzdem halten wir uns geschlagene 2 Stunden bei den Wellen auf, sodass wir fast unseren Termin mit seinem vorherigen Couchsurfing Host verpassen, der auf uns auf der anderen Seite der Insel an der „Electric Beach“ wartet. An der „Electric Beach“ gehen wir schnorcheln. Atemberaubend schöne Korallenriffs an denen tausende bunte Fische vorbeischwimmen. Leider sehen wir die Delphine nur vom Land, nicht jedoch beim schnorcheln.

Beim Wegfahren, kommt uns eine Frau entgegen, die uns frägt, ob wir sie mit in die nächste Stadt nehmen, da sie hier Angst hätte auf ihren Freund zu warten. Da wir ja keine Unmenschen sind, nehmen wir sie also mit. Großer Fehler. Die Frau nervt gewaltig. Keine 5 Minuten später wissen wir alles über ihr Leben. Dass sie mal vergewaltigt wurde, was für Geschwister und Eltern sie hat und was für ein Volldepp ihr Freund ist, um nur ein paar zu nennen. Ohje, der arme Freund. Die Frau redet mehr als meine Mom und irgendwelche Radiokommentaren zusammen. Und das ist eigentlich nicht möglich. Trotz Einkauf in einem Supermarkt bekommen wir sie nicht los. Wie eine nervige plappernde Klette. Nach dem Einkauf wird’s mir zu bunt und ich spiele auf dem Parkplatz Ukulele, um ihren Ton zu überspielen. Jens sitzt im Auto und isst sein Brot während sie auf ihn einlabert. Eine Szene wie aus einem schlechten Comedy Streifen und im Nachhinein richtig witzig. Aufjedenfall eine Grenzerfahrung! Wir fahren zu anderen Seite der Insel, in der Nähe des Einstiegs vom „Stairway to heaven“ hike.

2 Stunden Schlaf später, es ist 4:00 am Morgen gehts endlich los. Wir treffen uns mit Freunden von Jens, einem netten Paar aus California und beginnen still und heimlich mit dem Aufstieg. Klettern über den Zaun, an dem das Verbotsschild hängt, schleichen uns am noch im Auto schlafenden Security guide vorbei und steigen keine 30 Minuten später eine nahezu senkrecht ansteigende Treppe hoch, bei der es einem beim hochschauen schon schlecht wird. Ca. 80Minuten und 3922 Stufen später sind wir auf der Aussichtsplattform und rasten komplett aus mit Bilder machen.

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Der Sonnenaufgang ist gigantisch. Aber noch viel schöner ist der Abstieg bei Tageslicht, da der Weg sehr cool aussieht mit den vielen Treppen. Wieder unten, entdeckt uns der Security guard, was gar nicht gut ist, weil ich schon gehört habe, dass Andere bis zu 3000 Dollar Strafe zahlen mussten. Der Freund von Jens dafür sogar schon eingesperrt wurde. Aber wir haben großes Glück, da der Guard heute super gechillt ist und uns warnt, dass die Polizei jede Minute um die Ecke kommen wird. Wir sollen doch schnell wegrennen. Puuuh, nochmal Glück gehabt. Als wir eine seht gute Stelle zum schlafen gefunden haben, kommt auch schon ein Polizist um die Ecke und so fahren wir in ein Wohngebiet zum Schlafen. Also Jens im Auto und ich daneben auf einem kleinen Grünstreifen, in einem der schönsten Wohngebiete Oahu´s.

Am nächsten Morgen wecken mich wieder einmal Gartensprinkler, die ganz Hinterlistig aus dem Boden fahren. Nach der kurzen Dusche gehen wir zur Spitting Cave, eine Klippe, von der aus man von 16 Metern ins Wasser springen kann. Das eigentlich gefährliche ist nicht die Höhe oder der Fakt, dass man auch weit weg springen muss, um nicht an der Klippe hängen zu bleiben, sondern die darunter liegende Höhle, in die man bei starkem Wellengang hineingepresst wird. Klingt nach Spaß! Auch wenn ich mich nicht ganz von oben traue. Nur die 14 Meter, bin ich danach sehr stolz und habe sogar eine Drohnenaufnahme, da mich ein Immobilienmakler, der reiche Anwesen damit von oben fotografiert, filmt. Wir werden von Vince, so heißt der Makler sogar eingeladen, die nächsten Nächte bei ihm in der Wohnung direkt in Waikiki zu schlafen. Was für ein Glück!

Die nächsten Tage sind etwas ruhiger und entspannter, an denen wir am Strand chillen, Sachen im Internet recherchieren, wir von Vince sogar zum Essen eingeladen werden und an der North shore den weltbesten Surfern auf 5 Meter Wellen zuschauen, da dort zurzeit ein Vans Wettkampf im Gange ist. Fragt mich nicht welchen. Nur eines ist sicher. Am Sonntag geht mein Flieger nach Kauai, einer anderen, weniger touristischen  Insel, über die ich nur positives gehört habe und wunderschön sein soll. Außerdem soll man dort allerlei Früchte frisch vom Baum pflücken können. Alles for free. Wenn das stimmt, dann ist das wahrlich das Paradies auf Erden!. Ich bin sehr gespannt, was mich dort erwartet. Auch Jens wird mit nach Kauai kommen.

Der nächste Blogeintrag über Kauai wird schätzungsweise in den nächsten paar Tagen kommen, da ich dort leider wieder Hawaii verlassen muss und es zurück nach Kanada geht. Aber bis dahin, genieße ich es noch so richtig…!

Grüße an Alle!

P.S.: Mit dem nächsten Blogeintrag kommen auch jede menge Bilder von Hawaii in die Galerie.

3 thoughts on “Adrenalin – Klippenspringen, gefährliche Hikes und 3 Meter Wellen…

  • Traudel

    Mensch Flo da wirds mir ganz anders. Was du alles an Gefährlichem machst. Überschätz dich nicht und genieß es trotzdem! Toll was du erlebst! Kannst ja mal schon mit dem Schreiben deines Buches starten(. Hinterher hat man immer weniger Zeit und ist auch nicht mehr so in den Gefühlen und Empfindungen drin. Ich helf dir dann zB mit KorrkturlesenVerkauf oder was auch immer, gell!? LG und viel Bewahrung. !!! Traudel

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    • Florian Wenk

      Hahah das werd ich. Inspirert durch deine Abenteuer Geschichten 🙂

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  • Yasmina

    Hi

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